Unsere Tipps zur Höhenanpassung

Keine Angst

Der wichtigste Tipp, den wir Dir geben können, denn unser Geist hat eine große Wirkung auf den Körper. Immer wieder machen wir die Erfahrung, dass gerade Menschen mit großer Angst vor der Höhenkrankheit am Ende auch wirklich krank werden. Aber: Nur ein überaus geringer Anteil der Menschen kann sich trotz Einhaltung sämtlicher Regeln nicht an Höhen über 3.000m anpassen!

Am Anfang Ruhe

Bei Deiner Ankunft in größeren Höhen solltest Du Dich sofort zurücknehmen, entspannen, die Füße hoch legen und möglichst wenig tun. Nicht nur weil Du jetzt im Urlaub bist, sondern auch weil jedes Ansteigen der Ruhepulsfrequenz einen erhöhten Sauerstoffbedarf für Deinen Körper bedeutet. Die Folgen merkst Du gleich; Kopfschmerzen, Übelkeit, Atemlosigkeit und andere Höhenanpassungsprobleme. Das Hinterlistige dabei: Diese Symptome bekommst Du üblicherweise erst viele Stunden später zu spüren! Deshalb, wenn Du Dich wirklich super und voller Kraft fühlst, lass Dich zumindest für die ersten 24 Stunden mal richtig gehen! Das gilt besonders für die jungen, vitalen und sportlichen Menschen, die besonders schwer zu bremsen sind.

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Kule-Kule (Ladakhi für Langsam-Langsam)

Solltest Du Dich nicht entspannen können und der Drang loszugehen ist zu groß, dann mach das bitte sehr langsam! GEhe nicht wie zu Hause, auch wenn Du Dir komisch dabei vorkommst! Wenn Dein Puls rast, gehst Du definitiv zu schnell. Und zu schnelles Gehen wird sich einige Stunde später rächen. Siehe oben.

Viel Flüssigkeit

Die Regel: Pro 1.000 Höhenmeter 1 Liter! Trink ruhig einen über den Drust, denn Flüssigkeit erleichtert Deinem Körper die Aufnahme von Sauerstoff. Wer nicht gerne Wasser trinkt, kann auch Tee, Suppen oder Säfte zu sich nehmen. Nur Alkohol sollte es nicht sein.

Vorsicht mit Medikamenten

Vermeide zu viele Medikamente. Anpassungssymptome wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Schlaflosigkeit, Nasenbluten usw. sind zu Beginn noch normal und kein Grund zur Panik, aber wichtige Warnsignale. Im Normalfall verschwinden sie schon nach kurzer Zeit. Wir raten zur Vorsicht bei der Einnahme von Medikamenten, weil es wichtig ist, sich und seine Symptome auch zu beobachten – werden die Kopfschmerzen schlimmer? Nimmt die Übelkeit ab? Nachdem aber ein erholsamer Schlaf sehr wichtig ist, nimm ruhig am Abend Schmerztabletten oder etwas gegen die Übelkeit. Betreffend Aspirin und Diamox gehen die Meinungen der Höhenmediziner auseinander. Die einen raten unbedingt von der Einnahme ab, die anderen meinen, in geringen Dosen seien sei zuträglich. Um auf Nummer sicher zu gehen, eher darauf verzichten!

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Wie geht es mir?

Verschwinden die Anpassungsschwierigkeiten nicht bzw. verstärken sie sich, ist es dringend notwendig sich auch mitzuteilen. Teil Dich mit – und sei in dem Fall ruhig auch etwas wehleidig. Die Höhenkrankheit entwickelt sich zumeist sehr langsam, über viele Tage hinweg. Sie ist kein Herzinfarkt, der aus dem Nichts kommt. Sollte es Dir trotz der Vorsichtsmaßnahmen nicht besser gehen, versuch niedriger zu fahren/gehen. Meist reichen wenige Höhenmeter und eine merkbare Besserung tritt ein.

Alkohol: Lieber vorerst nicht!

Besonders in den ersten Tagen gilt es die Finger von Alkohol zu lassen, denn Bier, Schnaps & Co verzögern die Akklimatisierung.

Fenster auf!

Das Schlafen miterhöhtem Oberkörper istsehr hilfreich. Auch dankt Dir Dein Körper, wenn Du in gut belüfteten Zelten und Schlafräumen schläfst! Wer vor dem Schlafgehen 100 bis 200 Meter hoch und wieder runter geht, schläft besser. Vermeide bitte Schlafmittel, die verzögern die Höhenanpassung.

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Don-le! (Bitte iss! auf Ladakhi)

Iss gut und kohlehydratreich, auch wenn Du kaum einen Appetit verspürst, denn viele Höhereisende leiden unter Appetitlosigkeit! Über Gewichtszunahme musst Du Dir keine Sorgen machen, in diesen Höhen verbrennt der Körper ohnedies mehr Kalorien. Zunehmen: Fast ein Ding der Unmöglichkeit.

 

 

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