National Disaster (Mis)Management Agency schuld an der Katastrophe in Zanskar?

Wie bereits im vorangegangenen Beitrag berichtet, ist am 7. Mai die im Dezember des Vorjahres aufgrund eines Murenabganges entstandene künstliche Blockade am Phuktal-Fluss gebrochen und das monatelang aufgestaute Wasser hat sich in einer nie dagewesenen Heftigkeit über große Teile Zanskars ergossen. Zum Glück sind keine Menschen zu Schaden gekommen, aber mehr als 12 Brücken, viele Häuser, eine Schule und Felder sind zerstört.

Was aber die Menschen in Ladakh betreffend dieser Katastrophe am meisten irritiert, ist die Handlungsweise der NDMA (National Disaster Management Agency), die sich in einer Pressemitteilung damit rühmt, das Problem in Zanskar gelöst zu haben. Es wird ihnen jedoch vorgeworfen, dass ca. 1 Mrd. Rupien zur Abwendung der Katastrophe an Steuergeldern verschwendet wurden, schlussendlich aber kein positiver Outcome zu sehen war – ganz im Gegenteil. Stattdessen ist Zanskar um Jahrzehnte in der Entwicklung ihrer Infrastruktur zurückgeworfen – viele Dörfer sind nun wieder von der Aussenwelt abgeschnitten, da Brücken und Straßen zu ihnen zerstört wurden. Ohne ihre Felder und Irrigationskanäle und dem bevorstehenden Sommer entgehen den Bauern ihre Einkommensmöglichkeiten und das für mehrere Jahre, da es lange dauert, die Felder wieder fruchtbar zu machen. Die Verantwortung sehen die Menschen Ladakhs bei der NDMA und fordern nun eine Kompensation.

Besonders die jüngere Generation Ladakhs ist wütend über die Vorgehensweise der NDMA und hat bereits Demonstrationen veranstaltet, über Social Media ihren Unmut geäußert und Protestbriefe an Verantwortliche verfasst.

Foto: (c) Reach Ladakh

 

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