Geografie: Himalaya, Indus & Karakorum

Ladakh – Land der hohen Pässe – kleines Tibet mit hohen Bergen. Nicht so hoch wie in Nepal, Pakistan oder Tibet selbst, aber trotzdem nicht zu verachten. In Ladakh treffen der Karakorum und der Himalaya aufeinander, grüßen sich und platzieren sich friedvoll nebeneinander. Aus ihnen entwachsen kleinere und größere Berge, die kleineren nur um die 5.000m hoch, die höchsten aber überschreiten die 7.000er-Marke. Für uns Europäer noch immer satte Größen. Schon die niedrigsten Höhen auf denen die Ladakhi leben sind höher als die meisten unserer Berge. So leben Menschen in den niedrigsten Tälern auf „nur“ 2.900m, wo auch noch Maulbeeren und Weintrauben wachsen. Die höchsten Ansiedlungen permanenter Natur erreichen jedoch 4.500 Höhenmeter, eine Höhe auf der – langsam, aber immerhin – auch noch Gerste wächst. Darüber gibt es Almen und Weiden auf die sich Nomaden und Hirten im Sommer mit ihren Tieren zurückziehen, weil dort das Gras für ihre Tiere saftig ist und gleichzeitg, das Gras in den „Niederungen“ für den Winter gespart wird.

Ladakh – eine Hochgebirgswüste, in der man jedes Quäntchen Fruchtbarkeit hart erarbeiten muss. Irrigationskanäle, die oft über viele Kilometer von Gletscherbächen auf die Felder geführt werden. Wasser ist rar, das kostbarste Gut hier im Transhimalaya. Und trotzdem einer der mächtigsten Flüsse Asiens durchquert Ladakh: Der Indus, der seinen Ursprung beim Kailash in Tibet hat, schlängelt sich anfangs noch langsam und kaum größer als ein Bach durch die Himalayaregion, vereint sich dann aber mit dem Zanskar, der durch die gleichnamige Region fließt, und später mit dem nicht minder mächtigen Shyok, der den Norden Ladakhs – Nubra – beherrscht. In dieser kraftvollen Vereinigung verlässt der Indus aber auch ladakhischen Boden und wird in Pakistan zu einem gewaltigen Strom, der sich schlußendlich in die arabische See ergießt.

Kartenmaterial zu Ladakh gibt es, gutes Kartenmaterial aber ist rar. Die momentan beste Karte ist im Schweizer Verlag Olizane erschienen und umfasst ein dreiteiliges Karten-Set – Ladakh-Nord, Ladakh-Zentrum und Ladakh-Süden: Verlag Olizane / Die Karten sind jedoch auch bei Freytag & Berndt zu beziehen.

Online ist vieles verfügbar, aber wenig davon wirklich brauchbar. Grob kann man sich mal auf der Seite Maps of India informieren.

Google Earth wiederum erspart einem schon fast die Reise nach Ladakh, weil man sich wirklich toll in die Täler und auch auf die höchsten Gipfel zoomen kann. Eine virtuelle Reise lohnt sich also!

 

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