Eine vermeidbare Katastrophe: Überschwemmung in Zanskar

Am 7. Mai ist die schon im Dezember des Vorjahres entstandene Blockade am Phuktal-Fluss gebrochen. Ein gigantischer Wall aus Lehm und Geröll hat in den vergangenen Monaten einen künstlichen See entstehen lassen.

Schon damals waren viele Seiten alarmiert worden und Experten des NDMA (National Disaster Management Agency) und wichtige Personen aus Militär und Politik haben die beunruhigende Situation begutachtet, verschiedenes durchdacht, aber bis gestern keine sinnvollen Maßnahmen zur Lösung gesetzt. Abgesehen von sogenannten „kontrollierten“ Sprengungen, die aber am Ende wohl mehr Schaden als Nutzen angerichtet haben (dazu mehr im Video unten von Sonam Wangchuk). Nahezu ein halbes Jahr beobachten und diskutieren ohne effektive Lösungen umzusetzen. Dass die Wassermassen irgendwann, spätestens zur Schneeschmelze, die Blockade durchbrechen würden, war allen Seiten klar.

Und es gab eine Lösung, die nicht nur simpel, sondern auch noch dazu eine sehr günstige war. Sonam Wangchuk von Secmol hatte schon kurz nach Bekanntwerden der drohenden Gefahr die Syphon-Technik vorgeschlagen. Hier ein kurzes Video, das die Technik demonstriert:

Dörfer, Brücken, Häuser, Schulen uvm zerstört

Aus welchen Gründen auch immer, wurde der Vorschlag von Sonam Wangchuk nicht gehört, er als aufdringlicher Störenfried abgewiesen. Ein gravierender Fehler, denn am Morgen des 7. Mai war es soweit, die Blockade hat dem Druck der Wassermassen nicht mehr standhalten können und ist gebrochen. Bis Padum sind unzählige Dörfer betroffen, die Schule und das Gästehaus des Klosters Phuktal sind zerstört worden, Häuser,  Brücken und Felder weggewaschen. Bislang ist uns nichts über zu Schaden gekommene Menschen bekannt, mehrere Menschen, insbesondere aus Padum und Chilling, wurden vorab evakuiert.

Weitere Infos folgen.

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