Buttertee: Eine Suppe zum Trinken

Copyright: Roland Amon

 

Jetzt wo es richtig kalt in Ladakh ist, konsumieren die Ladakhi richtig viel Buttertee, denn der stärkt und wärmt zugleich. Der unter Touristen „gefürchtete“ Tee schmeckt aber viel besser als hierzulande gemunkelt wird. Der Trick dabei ist ein mentaler: Wer sich eine Suppe vorstellt, wird am Ende nicht enttäuscht sein, denn Buttertee schmeckt nicht nach Tee sondern nach einer richtig leckeren Brühe.

Einer der ladakhischen Namen für Buttertee ist Gur-gur-dscha. Dscha ist Ladakhi für Tee, und das Gur-gur kommt vom dem Geräusch, das die Vermischung des Tees mit der Butter in einem länglichen Holzzylinder macht. Die korrekte Zubereitung nimmt viel Zeit in Anspruch. Etwas, das die Ladakhi im Winter definitiv haben.

In diesem Video siehst du die Zubereitung von Buttertee in Ladakh.

Rezept: Buttertee

  • Teeblätter (Teeziegel aus China oder großblättriger, indischer Tee)
  • Wasser
  • Butter
  • Milch
  • Salz

Die Teeblätter mit dem Wasser zu Kochen bringen und solange kochen lassen, bis das Wasser fast zur Gänze verdampft ist. Dann füge nochmals Wasser hinzu und lass es weiterkochen, bis auch jetzt das Wasser fast vollständig verdampft ist. Ein drittes mal noch, das vierte mal aber lass das Wasser nicht mehr verdampfen.

Korrekterweise würde dieser Absud jetzt in den Holzzylinder gemeinsam mit Butter (und nein, die Ladakhi verwenden kaum Yakbutter), Milch und Salz gegeben (manche fügen auch etwas Soda hinzu) und das Ganze wird gut vermischt.

Alternative zum traditionellen Holzzylinder

Alternative zum traditionellen Holzzylinder

Tipp: Nachdem uns im Westen so etwas nicht zur Verfügung steht (oder selten), kann man sich auch anderweitig behelfen, bspw. mit einer Kaffeepresse. Nur macht es nicht das schöne Gur-gur-Geräusch.

Schau dir dieses Video an. Zwar wird hier die Zubereitung tibetischen Buttertees erklärt, aber der Unterschied ist nicht sehr groß.

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